Unfallschadenregulierung

Es hat gekracht - was nun ?

 

Rutschiges Herbstlaub auf der Straße, überfrierende Nässe, der erste Schnee – bald ist es wieder soweit. Die Verkehrsdichte nimmt zu, mit ihr leider auch die Zahl der Verkehrsunfälle. Zum Glück lässt die Schwere der Unfallfolgen durch verbesserte Fahrzeugtechnik nach. Aber selbst wenn nur ein Blechschaden vorliegt, sind die meisten Betroffenen, ob jung oder alt, nach einem Unfall erst einmal völlig verunsichert und mit der Situation überfordert. Das ist ganz normal.

 

Die wenigsten Unfallgeschädigten wissen allerdings, dass ein Anwalt den Unfallschaden komplett abwickeln kann, ohne dass Zusatzkosten für den Betroffenen entstehen. Trifft Sie an dem Unfall kein Verschulden, werden die Anwaltskosten komplett von der Versicherung des Unfallverursachers übernommen. Bei einem teilweisen Mitverschulden fallen für Sie dann keine Kosten an, wenn Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen. Die Beauftragung eines Anwalts lohnt sich daher in jedem Fall, es sei denn, Sie haben den Unfall alleine verschuldet.

 

Für die Versicherung zählt naturgemäß immer die preiswerteste Lösung. Versicherer neigen daher dazu, den Unfall sehr schleppend abzuwickeln oder versuchen, dem Geschädigten Einschränkungen aufzuerlegen, wenn dieser die Unfallabwicklung selbst in die Hand nimmt. Man verliert dann nur Zeit, Energie und Nerven und oftmals leider auch Geld. Ihr Anwalt macht den erforderlichen Druck und setzt Ihre Interessen zielgerichtet durch.

 

Sie haben das Recht auf einen eigenen Gutachter; unabhängig davon, ob die gegnerische Versicherung den Schaden am Fahrzeug bereits durch einen hauseigenen Sachverständigen hat schätzen lassen. Die Kosten Ihres Gutachters sind in der Regel von der Versicherung zu erstatten. Um daher nicht von Anfang an von der gegnerischen Versicherung benachteiligt zu werden, sollten Sie gleich nach dem Unfall mit einem Anwalt Ihres Vertrauens in Kontakt treten.

 

Wenn es Ihnen nicht möglich ist für die Reparaturdauer auf ein Fahrzeug zu verzichten, können Sie sich einen Mietwagen beschaffen. Hier ist allerdings Vorsicht angebracht. Vergleichen Sie nach Möglichkeit die Angebote verschiedener Mietwagenfirmen. Jeden Unfallgeschädigten trifft eine Schadensminderungspflicht. Manchmal werden die Mietwagenkosten von der gegnerischen Versicherung nicht in voller Höhe übernommen. Auch hier ist anwaltliche Unterstützung von Anfang an ratsam.

 

Nachdem der Anwalt allerdings in den seltensten Fällen mit Ihnen im Auto sitzt, müssen Sie in jedem Fall die wichtigsten Grundregeln bei einem Unfall selbst einhalten. So ist die Unfallstelle abzusichern und bei einem Personenschaden sind Polizei und ggf. Rettungswagen zu verständigen. Bei Bagatellschäden, zu denen die Polizei nicht gerufen werden muss und auch nicht erscheint, müssen die Personalien der Unfallbeteiligten festgehalten sowie die amtlichen Kennzeichen notiert werden. Es ist auch ratsam, die Versicherungsdaten auszutauschen. Haben andere Personen den Unfall beobachtet, bitten sie diese ebenfalls um Namen und Anschrift; unter Umständen brauchen Sie diese Personen als Zeugen, insbesondere wenn die Schuldfrage oder eine eventuelle Mithaftung unklar sind. Unterschreiben Sie nie am Unfallort ein Schuldeingeständnis; die Schuldfrage wird von der Polizei bzw. den Versicherungen oder - falls nötig – vom Gericht geklärt.

 

Wurden Sie bei dem Unfall verletzt, so dass für Sie ein von der gegnerischen Versicherung zu zahlendes Schmerzensgeld in Betracht kommt, denken Sie bitte daran, dass hier zu Beweiszwecken alles dokumentiert werden muss. Gehen Sie also zum Arzt und lassen sich solange behandeln bis Sie wieder völlig gesund sind. Nur der Arzt kann später Ihre unfallbedingten Beschwerden attestieren.

 

Fazit: Selbst bei vermeintlich einfach gelagerten Verkehrsunfällen sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, zumal diese in der Regel für Sie keine Kosten verursacht.

 

 

Aus der Rechtsprechung

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